2008: Vorwärts und nicht vergessen…

Wir wünschen allen Roten HelferInnen ein erfolgreiches 2008!

Hiermit möchte wir auch ganz offiziell unseren Ortsgruppen-Weblog eröffnen. Ihr werdet hier regelmäßig Informationen von der Roten Hilfe erhalten. Wir denken, daß das Medium Weblog für unsere Öffentlichkeitsarbeit optimal geeignet ist. Über Verbesserungsvorschläge und v.a. auch Verlinkungen freuen wir uns natürlich. Einen Newsletter wollen wir euch Anfang des Jahres auch anbieten, in den ihr euch dann eintragen könnt, um keinen unserer Termine (mehr) zu verpassen.

Unseren diesjährigen Sylvestergruß wollen wir diesmal mit einem Foto der Rote Hilfe Pioniere aus Dresden und Plauen überbringen. Denn damals wie heute ist Solidarität unter den linken und progressiven Kräften notwendig, um sich politisch wie juristisch gegen die Repressionspolitik des bürgerlichen Staates zu erwehren. Wir wollen das kommende Jahr 2008 auch dafür nutzen, durch mehrere Veranstaltungen in Greifswald die Geschichte der Roten Hilfe in der Weimarer Republik näher zu beleuchten.

Zu den RH-Pionieren ein paar kurze Infos:
Im Mai 1931 gründete die Rote Hilfe Deutschlands (RHD) den eigenen Jugendverband „Rote Hilfe Pioniere“ (RH-Pioniere), um so auch den jüngsten Mitgliedern eine eigene Plattform zu geben für ihre Rote Hilfe Arbeit. Die RH-Pioniere organisierten fortan eigene Spendensammlungen und Solidaritätsaktionen für politische Gefangene und gegen die Klassenjustiz. Die RH-Pioniere erfaßten die 10-13-Jährigen, und die zeitgleich gegründete RH-Jugend die 14-23-Jährigen, wobei es den älteren Jugendlichen auch freigestellt blieb, sich gleich einer der Ortsgruppen der RHD anzuschließen. Die Pioniere und Jugendlichen zahlten einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von 10 Pfennigen und erhielten eigene Mitgliedsbücher. Als zentrale Pionierzeitung, die auch von den Roten Jungpionieren der KPD, den Pionieren der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH) und anderen Kindergruppen vertrieben wurde, diente „Die Trommel“. Außer in Bayern, wo Gesetze die politische Organisierung von Kindern verboten, gab es in allen Bezirken der Roten Hilfe Pionierabteilungen. Im Mai 1932 gehörten reichsweit 3.466 v.a. Proletarierkinder den 153 RH-Pioniergruppen an. Bis Ende 1932 wuchs die Mitgliedszahl auf rund 6.000. Wie alle proletarischen Organisationen wurden auch die Pioniergruppen der RHD 1933 nach der Machtübertragung an die Nazis verboten.

Rote Hilfe Pioniere Dresden-Plauen (wahrscheinlich 1931/1932)

Solidarität hilft siegen!