Luxemburg-Liebknecht-Demo 2008

Als Rote Hilfe e.V. werden wir uns auch dieses Jahr wieder an den Aktivitäten rund um das Luxemburg-Liebknecht-Gedenken in Berlin beteiligen.
Gemeinsam mit der Roten Hilfe Ortsgruppe Berlin werden wir als Ortsgruppe Greifswald einen Infostand auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz der „jungen Welt“ betreuen. Auf der tags darauf stattfindenden Luxemburg-Liebknecht-Demo werden wir dann gemeinsam mit der Roten Hilfe Berlin und weiteren Roten HelferInnen einen Infostand am Friedhof der Sozialisten in Berlin betreuen. Die LL-Demo startet um 10.00 Uhr vom U-Bhf. Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten.

Wie jedes Jahr werden auch diesmal wieder etliche GenossInnen aus Mecklenburg-Vorpommern an der LL-Demonstration teilnehmen. Nachfolgend die Abfahrtzeiten für einige Städte am Sonntag 13.01.2008 Richtung Berlin (per Wochenendticket, gilt am Wochenende auch innerhalb des BVG-Netzes!):

Stralsund: 6:16h
Greifswald Hbf.: 6:38h
Greifswald Süd: 6:41h
Züssow: 6:55h
Anklam: 7:07h

Rostock Hbf.: 6:33h
Güstrow: 6:58h
Waren (Müritz): 7:34h
Neustrelitz Hbf.: 8:02h

Neubrandenburg: 7:30h

Die DKP Mecklenburg-Vorpommern bietet zudem an, gemeinsam per PKWs zur Demonstration zu fahren. Es können GenossInnen mitgenommen werden aus Rostock, Stralsund, Schwerin, Neubrandenburg, Teterow sowie Wismar. Kontakt: info[ät]dkp-rostock.de.

Hier noch zwei nützliche Telefonnummern für die LL-Demo:

EA-Nummer: 030/69 22222 (Sechs – Neun – fünf mal die Zwei)

Info-Nummer des LL-Bündnisses: 030/41 721 699 (Samstag, 0.00 Uhr bis Sonntag, 24.00 Uhr)

Abschließend veröffentlichen wir noch einen

Brief des Bündnisses zur Vorbereitung der Demonstration im Rahmen der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung am 13. Januar 2008 an alle Mitgestalter der Demonstration

(beschlossen auf der Bündnissitzung am 17.12.2007)

Besonders in Anbetracht der für den 13. Januar 2008 zu erwartenden Naziaktivitäten sind zwei Faktoren in Vorbereitung und Durchführung der Demonstration im Rahmen der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration von elementarer Bedeutung: Zum einen geht es um eine optimale Mobilisierung und zum anderen um eine solide organisatorische Durchführung der Demonstration. Dabei sind die Demo-Erfahrungen der vergangenen Jahre zu berücksichtigen:

1. Ein wesentlicher Schwachpunkt war die Informationsübermittlung und daraus resultierendes unkoordiniertes Agieren. So gab es im Zusammenhang mit der gefährlichen Provokation gegen die Demonstration in der Höhe des S- und U-Bahnhofes Frankfurter Allee in deren hinteren Teil große Unruhe, weil die Teilnehmer sich den langen Halt nicht erklären konnten. Eine solche Situation ist zugleich eine ideale Basis für Gerüchte, die schnell zu falschen Reaktionen bzw. zur Desorganisation führen können. Deshalb haben wir im Bündnis folgende Schlussfolgerungen gezogen und bitten alle beteiligten Gruppen und Organisationen sehr darum, die Demo-Leitung bei deren Realisierung zu unterstützen:

* Es bedarf einer Informationskette, in deren Rahmen Informationen der Demoleitung bzw. Informationen an sie einheitlich weitergeleitet werden können. Die jeweiligen Informationsübermittler halten sich in der Nähe der Lautis auf, so dass diese die ihnen übermittelten Informationen schnell publik machen können. Im Lauti selbst sollte neben dem Fahrer ein Begleiter sitzen, der die Informationen entgegen nimmt und sie durchgibt. Um dieses Vorgehen zu gewährleisten, muss sich die Demo-Leitung im Besitz der Handy-Nummern aller Informationsübermittler befinden und umgekehrt müssen die Informationsübermittler die Handy-Nummern der Ansprechpartner in der Demoleitung verfügen. Die entsprechende Liste der Handy-Nummern muss im Vorfeld der Demonstration erstellt werden, weil es am Tage der Demonstration selbst wichtigeres zu tun gibt, als Telefonnummern einzusammeln bzw. auszutauschen.

* Gleiches gilt für die KfZ-Nummern der Autos und die Personalien der Lauti-Fahrer.

* Wir bitten alle teilnehmenden Gruppen und Organisationen darum, der Demo-Leitung Vertrauen entgegenzubringen und ihre Bitten im Vorfeld der Demonstration und während derselben nicht zu ignorieren. Nicht jede Entscheidung erschließt sich vor Ort sofort; aber lange Debatten sind für den Ablauf von Demonstrationen kein probates Mittel.

2. Sehr wichtig für die Demonstration ist ein sich aus dem personellen Bestand der Gruppen und Organisationen zusammengesetztes Ordnerteam, welches jeweils vor Ort – aber mit einem gewissen Minimum an einheitlichen Grundsätzen – handelt. Daher treffen sich die ausgewählten Ordner bitte am 13. Januar 2008 um 9.00 Uhr an der Ecke Frankfurter Allee/Warschauer Strasse (vor Mac-Donald) zu einer kurzen Einweisung.

3. Wenn in den Blöcken nichtverifizierbare Gerüchte auftauchen, bittet die Demo-Leitung um Information. Jedes eigenständige Agieren auf der Basis von Gerüchten beeinträchtigt die Gesamtführung der Demonstration z.T. erheblich (im vergangenen Jahr wurden Demoteilnehmer zurückgeschickt, da „hinten“ die Polizei in den Zug eingegriffen hätte. Das erwies sich als ein Missverständnis oder auch eine gezielte Fehlinformation/Wer will das sicher bewerten?). Durch dieses Gerücht wurde die Demonstration kurz vor dem Einbiegen in die Gudrunstraße auseinander gerissen und nur mühevoll wieder zusammengeführt.

4. Die Demo-Leitung wird an eine gute Erfahrung wieder anknüpfen und vom 12.01.2008 (00.00 Uhr) bis 13.01.2008 (24.00 Uhr) ein Info-Zentrum einrichten, welches unter der Telefonnummer 030-41 721 699 zu erreichen ist. Rolle des Info-Zentrums: Entgegennahme von Meldungen über Busverspätungen; es können laufende Informationen zur Demo bzw. zu den begleitenden Veranstaltungen abgerufen werden; im gegebenen Falle werden Informationen an die Busverantwortlichen weitergegeben.

5. Bleibt als Gruppe bewusst zusammen und gestaltet Eure Selbstdarstellung so, dass das Gesamtinteresse des Zuges nicht beeinträchtigt wird; verzichtet also bitte auf eigenständige Halts, um dann z.B. mit gesteigertem Tempo wieder aufzuschließen oder auf ähnliche Gestaltungselemente.

6. Orientiert bitte darauf, dass bei eventueller Verspätung von Bussen die betreffenden Teilnehmer mit der U-Bahn bis zu einer der nächsten U-Bahnstationen fahren (je nach Zeitverzug zu den U-Bahnstationen Samariterstraße, Frankfurter Allee, Magdalenenstraße), um sich dort in den Demonstrationszug einzureihen.

Mit solidarischen Grüßen

Im Namen des Bündnisses
Klaus Meinel