Free Binali: Delegationsreise in den spanischen Staat geplant

Über die Festnahme und die Auslieferungshaft Binali Yildirims hatten wir schon berichtet, auch über die prekäre Lage, in der sich seine Familie seitdem befindet.
Binali Yildirim sitzt seit dem 28. Mai 2007 im spanischen Staat in Auslieferungshaft. Er war auf Mallorca im Urlaub festgenommen worden, wo er mit seinem Harburger Fußballteam „Dersimspor“ die Kreismeisterschaft feiern wollte. Obwohl der Kurde in Hamburg anerkannter politischer Flüchtling ist, lag ein internationaler Haftbefehl von „Interpol Ankara“ gegen ihn vor.

Vor wenigen Tagen hatten Mitglieder der Soligruppe „Freiheit für Binali!“ in Begleitung von Binalis Ehefrau Sadet Yildirim und Norman Paech, Hamburger Bundestagsabgeordneter der Linkspartei, die Botschaft des spanischen Staates in Berlin aufgesucht und das Gespräch mit den Botschaftsangehörigen gesucht. Die zuständige Botschaftsbeauftragte hatte in dem Gespräch angezweifelt, daß Binali in der Türkei aufgrund eines unter Folter erzwungenen „Geständnisses“ zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Und das, obwohl dafür sowie für weitere Foltermaßnahmen und Mißhandlungen Binali Yildirims eine Zeugenaussage eines Mithäftlings und der Bericht einer Menschenrechtsorganisation vorliegen.

In Hamburg demonstrierten übrigens parallel zum Botschaftsbesuch FreundInnen und UnterstützerInnen von Binali vor dem spanischen Konsulat für seine baldige Rückkehr.

Für die nächsten Monate plant das Komitee für die Freilassung von Binali Yildirim, eine Delegation in den spanischen Staat. Gemeinsam mit einem Arzt und einem Bundestagsabgeordneten wollen sie vor Ort das Gespräch mit Verantwortlichen suchen, um eine schnelle Lösung für die Freilassung von Binali zu erreichen. Desweiteren wollen sie mit dem spanischen Anwalt von Binali eine Veranstaltung organisieren und sich mit UnterstützerInnen im spanischen Staat treffen.

Für diese Delegation (wie auch für die konkrete Unterstützung von Binali und seiner Familie) wird weiterhin Geld benötigt. Wir rufen Euch daher noch einmal dazu auf, zu spenden. Egal wie klein die Summe auch ist, jeder Euro hilft!

Rote Hilfe e.V.
OG Hamburg
Konto: 846 102 03
BLZ: 200 100 20
Postbank Hamburg
Stichwort: Binali

Die Soligruppe „Freiheit für Binali!“ hat am 24.01.2008 eine aktuelle Infomappe mit Hintergründen zur Solikampagne herausgebracht, die hier bei uns als pdf zum Download (2,85 MB) bereit steht.