„Gemeinsam feiern, gemeinsam kämpfen!“ – Antirassistisches Fest im Rostocker AsylbewerberInnenheim

Am 18. März findet in Rostock ein Fest im dortigen AsylbewerberInnenheim statt. Das Fest beginnt um 16:00 Uhr in der Satower Straße, ab 18:00 Uhr gibt es dann Vorträge und Vorstellungen antirasssitischer Gruppen und im Anschluß eine gemeinsame Ska-Party. Das Fest wird mitunterstützt von der Roten Hilfe Rostock.
Hier der Einladungstext aus Rostock:

Im Rahmen der fünften Antirassistischen Aktionswoche veranstalten antirassistische und antifaschistische Initiativen aus Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit den Berwohner_innen am 18.03.2008 ein Kinder- und Familienfest im Asylbewerberheim. In der Satower Straße 129-130 hat man die Möglichkeit sich Kennen zu lernen und sich neben dem Programm mit Zirkustricks, Tauschbasar, Kurzfilmen und Buffet, über die antirassistische Arbeit in M-V zu informieren.

In der Gemeinschaftsunterkunft leben derzeit 150 Migrant_innen, die aus unterschiedlichen Gründen aus ihren Herkunftsländern geflüchtet sind. Viele von ihnen leben seit mehreren Jahren ohne klare Perspektive und unter der ständigen Angst abgeschoben zu werden. Die Ungewissheit auf eine sichere Zukunft hindert die Menschen daran in der Hansestadt Fuß zu fassen. Die Gesetze die ihnen nicht erlauben, den Bereich Rostock zu verlassen schränken die Perspektive Arbeit zu finden stark ein. Zudem sind die Migrant_innen von anderen Integrationsmöglichkeiten systematisch ausgeschlossen und fühlen sich in verschiedenen Grundrechten beschnitten.

Trotz des Engagements durch das Ökohaus als Träger des Heimes, ist es für die Bewohner_innen schwierig aus der isolierten Lebenslage heraus zu kommen und nur schwer möglich Kontakt mit Rostocker Bürger_innen aufzunehmen.
Um diesem Stillstand entgegen zu wirken sind alle herzlich, am 18. März ab 16 Uhr in die Satower Straße eingeladen, um einen Anfang zu versuchen. Gegen 18 Uhr wird es einen Vortrag über die Notwendigkeit von antirassistischer Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern geben. Ein Aktivist des No-Lager Netzwerkes wird über den Kampf für die Rechte der Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern berichten. Anschließend kann gemeinsam zu der Rostocker Ska-Band „the whiska’s“ und der Combo „FeuerWasserSturm“ getanzt werden. Das Geld, was im Vorhinein und während des Festes zusammenkommt, bleibt als kleine Unterstützung bei den Bewohner_innen des Asylbewerberheimes und ist bspw. für Anwaltskosten gedacht.

Kooperationen und Unterstützerinnen:
www.axionsteifebrise.blog.de, Antirassistische Initiative Rostock, Antifa A3 Rostock, [’solid] Rostock, Soziale Bildung e.V., Awiro e.V., Rote Hilfe Ortsgruppe Rostock