Freiheit für Ömer Berber!

wewantfreedom_bild_200Wir dokumentieren einen aktuellen Aufruf der WE WANT FREEDOM CAMPAIGN vom 25.07.2008, um gegen die Auslieferung von Ömer Berber an die Türkei zu protestieren. Beteiligt euch bitte mit Protestschreiben an der Aktion. Die Fax- und email-Adressen des Justiz- und des Innenministeriums findet ihr am Ende des Aufrufs.

Keine Auslieferungen an den türkischen Folterstaat!


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WE WANT FREEDOM CAMPAIGN
Freiheit für die 10. September Gefangenen!

Deutschland verletzt weiterhin Menschenrechte!
Freiheit für Ömer Berber!

Der deutsche Staat verletzt weiterhin internationale Abkommen und die Menschenrechte. Eines der letzten Beispiele ist die Situation von Ömer Berber, der am 13. Juli 2008 in Aachen verhaftet und mit dem Ziel der Auslieferung in die Türkei in das Gefängnis Köln-Ossendorf überstellt wurde.

Ömer Berber war aus politischen Gründen in der Türkei im Gefängnis. Er ist einer von denen, die das Massaker, das der türkische Staat am 19. Dezember 2000 in 20 Gefängnissen verübte miterlebte. Er beteiligte sich auch an dem massenhaften Todesfasten gegen den F-Typ-Angriff. Das Todesfasten griff die Gesundheit vom Ömer Berber stark an, woraufhin er aus dem Gefängnis entlassen wurde. Da er aber später erneut auf die Fahndungsliste gesetzt wurde, war er gezwungen die Türkei zu verlassen und beantragte Asyl in Frankreich. Am 09. November 2003 wurde sein Asylantrag angenommen und Ömer Berber wurde nach der Genfer Konvention von 1951 ein zehnjähriges Aufenthaltsrecht in Frankreich zugesprochen.

Am 13. Juli 2008 wurde der 33jährige Ömer Berber auf dem Weg zu einem Besuch nach Deutschland in Aachen festgenommen und mit der Begründung der Auslieferung an die Türkei ins Gefängnis überwiesen. Wenn Ömer Berber an die Türkei ausgeliefert wird, muss er dort wieder lange Jahre im Gefängnis verbringen. Wie Berichte von Menschenrechtsorganisationen und auch die vom 24.-25. Mai 2008 in Köln abgehaltene Internationale Solidaritätskonferenz mit den Politischen Gefangenen bekannt gaben, dauert die Repression und Folter in den türkischen Gefängnissen nach wie vor an.
Die Angriffe des deutschen Staates auf die Migranten nehmen mehr und mehr zu. Besonders infolge der Kollaboration mit dem faschistischen türkischen Staat werden demokratische Rechte und Freiheiten permanent eingeschränkt, wie es bei dem Beispiel des Verbots von Roj TV, der Stimme des kurdischen Volkes der Fall war. Mit diesen Maßnahmen verletzt der deutsche Staat die internationalen Abkommen und die Menschenrechte. Um gegen diese Maßnahmen zu protestieren trat Ömer Berber nach seiner Überführung ins Gefängnis in den Hungerstreik.

Wir protestieren gegen diese Angriffe des deutschen Staates und fordern die sofortige Freilassung von Ömer Berber. Wir fordern alle revolutionären und fortschrittlichen Organisationen und Personen gegen diese Haltung des deutschen Staates zu protestieren und die Freilassung von Ömer Berber zu fordern.

Bitte schickt eure Protestschreiben an die unten angegeben Adressen und eine Kopie an info[ät]wewantfreedom.org.

Deutscher Justizminister:
Fax: 030 18 580 – 95 25 E-Mail: publikationen@bmj.bund.de
Deutscher Innenminister und Bundeskanzleramt:
Fax: 030 1888 272-2555 E-Mail: internetPost@bundesregierung.de