Sachsen: Beispielhafter staatlicher Antifaschismus

nazis-raus-aus-den-koepfen_bild_150Die sächsische Landesregierung und ihre Polizei zeigen erneut, daß ihr antifaschistischer Kampf viel mehr ein Kampf gegen AntifaschistInnen ist. Bei einem solchen politischen Klima erstaunt es nicht allzu sehr, daß die NPD in Fraktionsstärke im sächsischen Landesparlament sitzt.

Wir dokumentieren einen Kurzartikel des antifaschistischen Internetportals „Endstation Rechts“ der JungsozialistInnen in Mecklenburg-Vorpommern von heute:


Sächsische Polizei hängt Antifa-Plakat ab

Im sächsischen Geithain hat die Polizei ein Plakat der Linken abhängen lassen. Das Plakat zeigt einen Neonazi mit in den Haaren rasierten SS-Runen. Dies berichtet das „Neue Deutschland“.
Nach Protesten habe die Polizei auf den restlichen Plakaten die Runen überkleben lassen. Linken-Landesgeschäftsführer Gebhardt sagte, dass laut Polizei der Verdacht bestehe, auf den Plakaten seien Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen abgebildet.

Das Plakat ist seit 1993 in einer Stückzahl von 600.000 Exemplaren aufgelegt worden, zudem wurden eine Million Aufkleber mit diesem Motiv gedruckt, so die Agentur Trialon gegenüber dem „Neuen Deutschland“.

---

Wir als Rote Hilfe meinen:

Zivilcourage gegen Rechts ist nicht kriminell!

Staatliche Repression gegen AntifaschistInnen kann, wie oben gesehen, also sehr verschiedene, manchmal eben auch absurd-groteske Formen annehmen, wenn „der politische Feind links verortet wird“. Um so wichtiger ist dann die Solidarität aller antifaschistischen Kräfte, um solche repressiven Polizeimaßnahmen ins Leere laufen zu lassen.
Wir möchten auf diesem Wege noch einmal auf unser Soli-Konto für kriminalisierte AntifaschistInnen in Mecklenburg-Vorpommern hinweisen. Wir wollen bei politischer Verfolgung keine Antifaschistin und keinen Antifaschisten allein im Regen stehen lassen:

Rote Hilfe Greifswald
Konto 400 723 83 07
BLZ 430 609 67
GLS-Bank
Stichwort: Zivilcourage gegen Rechts