Anschlag auf Treff der Roten Hilfe Darmstadt

georg-fröba-treff_bild_300In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 2009 wurde die Fensterfront des LinksTreff Georg Fröba in Darmstadt durch Steinwürfe zerstört. Das Datum (30. Januar 1933 war der Tag der Machtübertragung an Hitler) sowie Nazi-Provokationen der letzten Zeit legen nahe, daß Nazis für die nächtliche Sachbeschädigung verantwortlich zeichnen. (Auf dem Foto könnt ihr die zerstörte Fensterfront sehen, allerdings von uns hier spiegelverkehrt wiedergegeben.)

Wir dokumentieren die Presseerklärung der Roten Hilfe Darmstadt, die im LinksTreff Georg Fröba ihre Postfachadresse hat und sich dort auch regelmäßig trifft:


Anschlag auf LinksTreff Georg Fröba

In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar 2009 verübten Unbekannte einen Anschlag auf den LinksTreff Georg Fröba in Darmstadt. Mit mehreren Pflastersteinen wurde die Schaufensterscheibe zerstört.

Der LinksTreff Georg Fröba ist das Fraktionsbüro der Stadtverordnetenfraktion Die Linke Darmstadt und der Kreistagsfraktion Die Linke/DKP Darmstadt-Dieburg. Er wird vom DKP Kreisverband Darmstadt-Dieburg, dem Kreisverband Darmstadt der Partei Die Linke sowie von anderen linken Gruppen wie der Roten Hilfe, der gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative GALIDA und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) genutzt. Er ist nach dem antifaschistischen Widerstandskämpfer Georg Fröba benannt, der von den Faschisten 1944 in Frankfurt-Preungesheim ermordet wurde.

Schon Ende des Jahres 2008 war es zu Farbschmierereien gekommen. „Wir vermuten einen Anschlag aus dem rechtsextremistischen Milieu. Der Zeitpunkt ist sicherlich kein Zufall“, erklärt Rainer Keil, Fraktionsvorsitzender der Stadtverordnetenfraktion Die Linke Darmstadt. Am 30. Januar jährte sich zum 76ten Mal der Jahrestag der Machtübertragung an Hitler und die NSDAP.

Der feige und hinterhältige Anschlag stellt eine neue Qualität rechtsextremistischen Auftretens in Darmstadt dar. Nach etlichen Aktivitäten in Südhessen, speziell an der Bergstraße, wollen die Neofaschisten wohl auch in Darmstadt selbst Fuß fassen. Daß sie dies bei Nacht und Nebel tun zeigt aber, dass sie sich ihrer Sache nicht sicher sind.

Deshalb kann es nur heißen: Keinen Fußbreit den Faschisten! In Darmstadt und anderswo!