Solidarität mit Aleksej Olesinov!

Rußland ist kein leichtes Pflaster für AntifaschistInnen und Linke. Russische Nazi-Banden verbreiten Angst und Schrecken mit ihren brutalen Gewaltakten, faschistische Morde an ethnischen Minderheiten und politisch Andersdenkenden prägen das Klima in vielen Orten Rußlands. Und die staatliche Miliz schaut zu, läßt Nazis freie Hand, denn sie haben offenbar ein gemeinsames Feindbild.
Der Antifaschist und Sozialist Aleksej Olesinov kann ein Lied davon singen, was es bedeutet, in Rußland politisch aktiv zu sein. Er sitzt seit Herbst 2008 in einem russischen Knast ein. Aleksej war am 6. November 2008 im Moskauer Club „Cult“ in eine Schlägerei mit Securities verwickelt, die als faschistisch gelten. In diesem Zusammenhang wurde er von der Polizei festgenommen. Die Festnahme erfolgte zunächst wegen „geringfügigen Hooliganismus“, was in Rußland lediglich eine Ordnungswidrigkeit ist und maximal ein Bußgeld nach sich zieht. Doch die Staatsmacht war schon seit längerem auf Aleksej aufmerksam geworden, da er antifaschistische und linkspolitische Aktionen und Infoveranstaltungen mitorganisierte.
Im Verlaufe seiner Haft wurde Aleksej von der Staatsanwaltschaft eine Beteiligung an einer Reihe militanter Angriffe auf Faschisten vorgeworfen. Bis zu seinem Gerichtsverfahren im April saß Aleksej in einem speziellen Trakt eines Moskauer Knastes, in dem vor allem als schwerkriminell geltende Gefängnisinsassen einsitzen.
Das Verfahren gegen Aleksej konnte erst im April 2009 beginnen, da ein neuer Verteidiger gefunden werden mußte. Sein eigentlicher Verteidiger Stanislaw Markelov wurde Anfang Januar 2009 zusammen mit weiteren Personen auf offener Straße erschossen. Mit Michail Trepashkin, einem ehemaligen KGB-Agenten und populären Kreml-Kritiker, konnte ein verläßlicher Anwalt gefunden werden, der ihn beim Prozeß verteidigte, Aleksej muß nun noch mindestens bis zum November 2009 einsitzen.

Die Rote Hilfe Königs Wusterhausen hat sich des Falles angenommen und eine Rußland-AG eingerichtet, um über die politischen Verfahren gegen Aleksej und andere AntifaschistInnen zu informieren und Spenden für ihre Verteidigung zu sammeln. Auf der Solidaritätsseite der Roten Hilfe Königs Wusterhausen findet ihr aktuelle Infos: http://russlandsoli.blogsport.de

Spenden für die Anwalts-und Prozeßkosten könnt ihr hier:

Rote Hilfe e.V.
Konto 191 100 462
Postbank Dortmund
BLZ 440 100 46
Stichwort: Antifa Rußland