Archiv für Dezember 2010

Plakate und Flyer erhältlich!

Liebe Genossinnen und Genossen,
Liebe Freundinnen und Freunde!

Nachdem nun der Castortransport ins Zwischenlager Nord bei Lubmin eingetroffen ist werden Polizei & Staatsanwaltschaft nicht lange Ruhen und ihre Repression in Gang setzten. Es drohen Verfahren und Bußgeldforderungen, die den Widerstand gegen die Castor-Transporte kriminalisieren und die AktivistInnen einzuschüchtern sollen!

In Zusammenarbeit mit dem EA-Greifswald haben wir Plakate und Flyer erstellt, um unser Spendenkonto zu bewerben, damit die AktivistInnen nicht alleine auf den Kosten sitzen bleiben.

Plakate und Flyer können unter greifswald[aet]rote-hilfe.de bestellt werden.
Einfach erwünschte Anzahl angeben, wir senden auch das zu!

Seid solidarisch und spendet auf das Soli-Konto! Verteilt die Flyer bei euch in der Region! Hängt Plakate auf und unterstützt so die Antirepressionsarbeit!

Solidarität ist eine Waffe!

Castor Plakat

Pressemitteilung des Ermittlungsausschuss Greifswald zum Castortransport mitte Dezember ins Zwischenlager Nord bei Lubmin

Quelle: EA-Greifswald

Während der Castorproteste der letzten Woche um Lubmin wurden die Grundrechte von Demonstrant_innen und Journalist_innen massiv eingeschränkt. Die Aktionen wurden von gewalttätigen Übergriffen der Polizei überschattet.
Besonders am 16.Dezember kam es zu zahlreichen Rechtsbrüchen.

So wurde beispielsweise ein Demonstrant in der Gefangensammelstelle Wolgast von mehreren Polizisten festgehalten und brutal zusammengeschlagen. Auch Teilnehmer_innen der Schienenblockaden berichteten über unverhältnismäßige Gewaltanwendung und Foltergriffe gegen Protestierende.
Anderen wurde sogar der Zugang zu den angemeldeten Mahnwachen verwehrt und so ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlung beschnitten. Selbst Sanitäter_innen wurden nicht zu den Mahnwachen durchgelassen obwohl medizinische Versorgung benötigt wurde.
Pressevertreter_innen wurden an Polizeisperren abgewiesen und so an ihrer Arbeit gehindert. Dieses Vorgehen lässt vermuten, dass die Polizei so versucht eigene Rechtsbrüche zu verschleiern.
Nach der Räumung der Schienenblockade bei Brünzow richtete die Polizei eine Gefangenensammelstelle auf dem freien Feld ein, in der festgenommene Sitzblockierer_innen bei Schneesturm und Minusgraden ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen stundenlang ausharren mussten.
Selbst nach dem Abtransport in die offizielle Gefangensammelstelle in Wolgast wurden weiterhin menschenunwürdige Bedingungen beobachtet, wie etwa das Einpferchen in Käfige und das Einsperren einzelner Personen in isolierte Dunkelzellen.
Als unverhältnismäßig beurteilen wir auch das Abfilmen aller Ingewahrsamgenommenen. Dieses trägt nicht zur Beweissicherung oder Aufklärung bei, sondern dient lediglich der Einschüchterung.
Neben den massenhaften Ingewahrsamnahmen an sich zählt zu dieser Strategie der Einschüchterung ebenso das Androhen einer Wegtragegebühr im Vorfeld. So sollten Bürger_innen abgeschreckt werden an legitimen Protest teilzunehmen. Dass die Polizei diese Gebühr nun doch nicht einfordert ist jedoch kein Zeichen ihres Wohlwollen gegenüber den Demonstrant_innen, sondern zeigt vielmehr ihre Einsicht, dass solch eine Gebühr vor Gericht keinen Bestand hätte.
Insgesamt waren viele Demonstrant_innen geschockt über das teilweise sehr brutale Vorgehen der Polizei.
Solch ein Verhalten darf nicht, wie allzu oft, ohne Konsequenzen bleiben. So begrüßen wir es, dass einige Betroffene sich entschieden haben gegen die willkürliche Behandlung der Polizei gerichtlich vorzugehen.

Wir möchten in diesem Zusammenhang noch mal auf unser Soli Konto zum Castotransport aufmerksam machen.

Rote Hilfe Greifs­wald
Konto 400 723 83 07
BLZ 430 609 67
GLS-​Bank
Stich­wort: Soli Cas­tor Lub­min

Castor Flyer v

Solidaritätskonto für die Anti Atom Aktivist_innen eingerichtet

Aufgrund der Repression anlässlich des noch laufenden Castortransports ins Zwischenlager Nord bei Lubmin, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Ermittlungsausschuss Greifswald ein Spendenkonto zugunsten der Anti-Atom-Aktivist_innen eingerichtet. Damit diese nicht alleine auf den Kosten sitzen bleiben.

Solidarität mit den Anti Atom Aktivist_innen in/um Lubmin!

Rote Hilfe Greifswald
Konto 400 723 83 07
BLZ 430 609 67
GLS-​Bank
Stichwort: Soli Castor Lubmin

mehr Infos zum Castor Transport auf Lubmin-niXda

Ermittlungsausschuss Greifswald und Out of Action -Antirepression beim Castor-Transport nach Lubmin

Die Rote Hilfe Greifswald möchte auf diesem Wege abermals auf den Ermittlungsauschuss (EA) zum bevorstehenden Castor-Transport nach Lubmin hinweisen.
Dieser hat mittlerweile eine Homepage, auf der unter anderem die EA-Nummer zu finden ist, wie auch eine Anleitung zum Anfertigen eines Gedächtnisprotokolls.

OutofActionAußerdem ist die Gruppe Out of Action in Greifswald anwesend, die sich um die psychischen Folgen von (Polizei-)Gewalt und Repression kümmert.
Falls ihr also emotionale Unterstützung aufgrund der Ereignisse benötigt, meldet euch bei den Sanitätern diese leiten euch dann weiter zu den GenossInnen von Out of Action.

Und zu guter letzt abermals der Spendenaufruf!
Spendet für den EA!

Spen­den bitte an:
Rote Hilfe Greifs­wald
Konto 400 723 83 07
BLZ 430 609 67
GLS-​Bank
Stich­wort: EA-​Greifs­wald