Archiv für März 2012

Nazis und Polizei Hand in Hand

Im letzten halben Jahr kam es zu zahlreichen Anzeigen aus der Neonazi-Szene, insbesondere durch den stadtbekannten Neonazi-Kader Marcus G. Diese richteten sich vor allem gegen vermeintlich linkspolitisch aktive Menschen. Ziel der Anzeigen ist es offensichtlich an Namen und Adressen der betroffenen Personen zu gelangen, sie einzuschüchtern und Material gegen den politischen Gegner zu sammeln. Die offensichtliche Willkürlichkeit der Anzeigen hält die Polizei nicht davon ab, die betroffenen Personen durch Hausbesuche unter Druck zu setzen und verfolgt die Anzeigen weiter, obwohl Tatzeitpunkte und -orte sich schon mehrfach als von Marcus G. frei erfunden herausstellten.

Das Vorgehen der Neonazis scheint Methode zu haben, da der ehemalige Jura-Student Marcus G. sich Unterstützung beim Rostocker Anwalt Thomas P. gesucht hat. Das hinzuziehen eines Rechtsbeistandes kostet neben zeit auch Geld. Thomas P. fiel bisher durch die Verteidigung von Neonazis und Hells-Angels auf. Weiter war er Mitglied der mittlerweile verbotenen neonazistischen FAP.

Bei mehr als einem Dutzend Anzeigen sind die Kosten für einen Studierenden nicht unbeachtlich. Wir als Ortsgruppe Greifswald der Roten Hilfe gehen davon aus, dass der Neonazi-Kader Marcus G. nur als vermeintlich geschädigte Person auftritt, um Informationen für die Neonazi-Szene zu sammeln.

Entweder durchschaut die Polizei das Handeln der Neonazis nicht oder sie nutzt die „Gunst der Stunde“ um vermeintlich oder tatsächlich linke Menschen zu drangsalieren.

Wir, die Rote Hilfe Greifswald, fordern die Polizei auf nicht mehr aktiv am Treiben der Neonazis mitzuwirken und die Einschüchterungsversuche durch Hausbesuche einzustellen. Betroffene Personen brauchen nicht zu Vorladungen der Polizei erscheinen, sollten sich aber bei uns, der Roten Hilfe melden, damit wir beratend zur Seite stehen können und den Überblick behalten.

18. März – Tag der politischen Gefangenen

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

auch dies Jahr gibt es Anlässlich des 18. März, dem Tag der politischen Gefangenen, eine
Sonderausgabe der RHZ (Rote Hilfe Zeitung).
Als Printausgabe wird sie in Greifswald unter anderem im Infoladen Zeitraffer (Lange Str 14a) und im Ikuwo ausliegen.
In Neubrandenburg gibt’s das gute Stück im Infoladen Stunk und in Rostock im Infoladen Flüstern & Schreien.

Wem eine virtuelle Ausgabe reicht, kann sie hier als pdf-Dokument runterladen.
Inhaltlich wird sich u.a. mit politischen Gefangenen in Spanien, in der Türkei, den USA, in Belarus,
in der Schweiz, auf den Philippinen sowie auch in der BRD befasst.

Außerdem sei auf die Website www.18.maerz.de verwiesen, wo es weitere Informationen zum Tag der politischen Gefangen gibt.

Solidarische Grüße,

eure OG Greifswald