7. Mai – Prozess gegen Robin Wood-Aktivisten in Greifswald

Am 7. Mai werden zwei ROBIN WOOD-Aktivisten in Greifswald vor Gericht stehen, weil sie im Dezember 2010 einen Castor-Transport zwischen Greifswald und Lubmin für mehrere Stunden gestoppt haben. Der Zug mit hochradioaktivem Atommüll kam aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage Cadarache und war auf dem Weg in das Zwischenlager Nord (ZLN) bei Lubmin.

Die Betroffenen schreiben dazu auf ihrem Blog:

Am Montag, den 7.5.2012 soll vor dem Amtsgericht in Greifswald gegen uns verhandelt werden. Uns wird vorgeworfen, dass wir öffentliche Betriebe gestört, Eigentum zerstört sowie den Lokführer genötigt hätten.

Die Staatsanwaltschaft fordert 120 Tagessätze a 30€ – ab 90 Tagessätzen ist mensch nach hiesigem Recht vorbestraft und erhält einen Eintrag in das polizeiliche Führungszeugnis. Wir sehen den Strafbefehl als inakzeptabel an und werden diesen nicht hinnehmen – wir sind unschuldig! Wer eigentlich die Konsequenzen tragen müsste, sind die lediglich an Profit und Karriere denkenden Politiker_innen und Manager_innen der Atomlobby. Sie setzen uns unverantwortlichen Risiken aus (das ist bekannt nicht erst seit Tschernobyl und Fukushima) und sorgen für die Produktion von Atommüll, der weder in Lubmin noch sonstwo sicher gelagert werden kann. Diese Leute müssen zur Verantwortung gezogen werden, nicht wir!

Wir freuen uns über zahlreiche solidarische Unterstützung im Vorfeld, vor Ort und danach!

Der Prozess findet am Montag den 7.5.2012 um 9:00 im Amtgericht Greifswald statt. (Lange Straße 2a, Sitzungssaal 10).

Im Vorfeld wird es noch eine Infoveranstaltung geben zu der Thematik geben.
Diese findet am Freitag den 4. Mai im Ikuwo statt. Los geht’s um 19:00Uhr.